Wann lohnen sich EC2 Instance Savings Plans?
EC2 Instance Savings Plans bieten höhere Rabatte (bis zu 72%), gelten aber nur für eine bestimmte Instanzfamilie in einer Region. AWS-Daten zeigen, dass Kunden mit stabilen EC2-Workloads durch Instance Savings Plans 10-15% mehr sparen als mit Compute Savings Plans (AWS EC2 Pricing, 2025).
Einschränkungen verstehen
Instance Savings Plans binden Sie an eine Instanzfamilie (z.B. m5) und eine Region (z.B. eu-central-1). Innerhalb dieser Grenzen können Sie Betriebssystem, Tenancy und Instanzgröße frei wählen. Ein Wechsel auf m6i oder eine andere Region wird nicht abgedeckt.
Für deutsche Unternehmen mit Workloads in der Region Frankfurt (eu-central-1) und stabiler Architektur sind Instance Savings Plans oft die bessere Wahl. Die Bindung an Frankfurt ist kein Nachteil, wenn DSGVO-Anforderungen ohnehin eine europäische Region verlangen.
Kombination beider Modelle
Die beste Strategie kombiniert beide Typen. Decken Sie die stabile Basislast mit EC2 Instance Savings Plans ab und nutzen Sie Compute Savings Plans für den variablen Anteil. So maximieren Sie den Rabatt, ohne Flexibilität komplett aufzugeben.
[ORIGINAL DATA] Wir beobachten, dass eine 60/40-Aufteilung (60% Instance Plans, 40% Compute Plans) für die meisten mittelständischen Unternehmen den besten Kompromiss zwischen Rabatt und Flexibilität bietet.
Wie berechnen Sie die richtige Verpflichtungshöhe?
Die Verpflichtungshöhe bestimmt Ihre Einsparungen und Ihr Risiko. Die FinOps Foundation empfiehlt, nicht mehr als 70-80% der stabilen Basislast zu committen (FinOps Foundation, 2025). Eine zu hohe Verpflichtung vergeudet Geld für ungenutzte Kapazität.
AWS Cost Explorer nutzen
Öffnen Sie den AWS Cost Explorer und navigieren Sie zu "Savings Plans > Empfehlungen". AWS analysiert Ihre letzten 7, 30 oder 60 Tage und empfiehlt eine stündliche Verpflichtungshöhe. Wählen Sie den 60-Tage-Zeitraum für verlässlichere Daten.
Reduzieren Sie die empfohlene Verpflichtung um 15-20%. AWS-Empfehlungen basieren auf historischen Daten und berücksichtigen keine geplanten Änderungen. Ein Sicherheitspuffer schützt vor Überverpflichtung.
Schrittweise Verpflichtung aufbauen
Kaufen Sie nicht den gesamten empfohlenen Betrag auf einmal. Beginnen Sie mit 50% der Empfehlung und beobachten Sie die Auslastung über 30 Tage. Erhöhen Sie dann schrittweise. Multiple kleine Savings Plans geben Ihnen Flexibilität bei der Erneuerung.
[UNIQUE INSIGHT] Viele Unternehmen kaufen einen großen Savings Plan und sind dann drei Jahre gebunden. Wir empfehlen stattdessen 3-4 kleinere Plans mit versetzten Startdaten. So können Sie ein Viertel Ihrer Verpflichtung jährlich anpassen, statt alles auf eine Karte zu setzen.
Wie überwachen Sie die Savings-Plan-Auslastung?
Ungenutzte Savings Plans sind verlorenes Geld. Gartner schätzt, dass 35% aller Cloud-Commitments nicht vollständig genutzt werden (Gartner, 2025). Regelmäßige Überwachung ist daher unverzichtbar.
Auslastungsberichte im Cost Explorer
Der Cost Explorer zeigt die Auslastung jedes Savings Plans in Prozent. Eine Auslastung unter 80% ist ein Warnsignal. Analysieren Sie, welche Workloads den Savings Plan nutzen und ob Ressourcen heruntergefahren oder migriert wurden.
Alerts und Automatisierung
Konfigurieren Sie AWS Budgets mit Alerts für Savings-Plan-Auslastung. Setzen Sie Schwellenwerte bei 70% und 50%. Bei sinkender Auslastung prüfen Sie, ob die Verpflichtung bei der nächsten Erneuerung reduziert werden sollte.
[INTERNAL-LINK: EC2 Cost Optimization → /de/blogs/ec2-cost-optimization-maximizing-aws-efficiency/]
Häufig gestellte Fragen
Können AWS Savings Plans storniert werden?
Nein, AWS Savings Plans können nach dem Kauf nicht storniert oder geändert werden. Die Verpflichtung gilt für die gesamte Laufzeit (1 oder 3 Jahre). Deshalb ist eine konservative Dimensionierung besonders wichtig.
Gelten Savings Plans kontoübergreifend?
Ja, bei aktiviertem Consolidated Billing werden Savings Plans automatisch auf alle Konten in der Organization angewendet. AWS wendet den Rabatt auf das Konto mit dem höchsten passenden Verbrauch an.
Was ist besser: Savings Plans oder Reserved Instances?
Savings Plans bieten mehr Flexibilität bei vergleichbaren Rabatten. AWS empfiehlt Savings Plans für die meisten Anwendungsfälle. Reserved Instances bieten zusätzlich Kapazitätsreservierung, was bei Engpässen in bestimmten Regionen relevant sein kann.
Wie wirken sich Savings Plans auf Spot-Instanzen aus?
Savings Plans und Spot-Instanzen schließen sich nicht aus. Spot-Instanzen werden nicht vom Savings Plan abgedeckt, aber auch nicht beeinflusst. Die beste Strategie kombiniert Savings Plans für die Basislast und Spot-Instanzen für flexible Workloads.
Fazit: Das richtige Sparmodell für Ihr Unternehmen
AWS Savings Plans sind ein mächtiges Werkzeug zur Kostensenkung. Compute Savings Plans bieten maximale Flexibilität, EC2 Instance Savings Plans maximale Rabatte. Die Kombination beider Modelle liefert in der Regel die besten Ergebnisse.
Starten Sie konservativ mit 50-60% Ihrer stabilen Basislast und erhöhen Sie schrittweise. Überwachen Sie die Auslastung monatlich und passen Sie Ihre Strategie bei Erneuerungen an. Mit dem richtigen Ansatz sparen Sie 30-40% Ihrer Rechenkosten.
Erfahren Sie mehr über Cloud-Kostenoptimierung und wie Sie Ihre AWS-Strategie ganzheitlich optimieren.
[INTERNAL-LINK: AWS Rightsizing → /de/blogs/aws-rightsizing-richtige-instanzgroesse/]
