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Cloud Preisvergleich: AWS vs Azure vs Google Cloud 2026

Veröffentlicht: ·Aktualisiert: ·Geprüft vom Opsio-Ingenieurteam
Aus dem Englischen übersetzt und vom Opsio-Redaktionsteam geprüft. Original ansehen →
Johan Carlsson

Country Manager, Sweden

AI, DevOps, Security, and Cloud Solutioning. 12+ years leading enterprise cloud transformation across Scandinavia

Cloud Preisvergleich: AWS vs Azure vs Google Cloud 2026

Wie unterscheiden sich die Cloud-Preise 2026?

Die drei großen Cloud-Anbieter nähern sich preislich an, aber es gibt weiterhin signifikante Unterschiede. Gartner berichtet, dass Preisunterschiede für vergleichbare Dienste zwischen den Hyperscalern bei 15-25% liegen (Gartner, 2025). Die günstigste Option hängt vom spezifischen Workload ab.

Wichtige Erkenntnisse
  • Preisunterschiede zwischen Hyperscalern liegen bei 15-25% (Gartner, 2025)
  • Google Cloud ist bei Compute oft am günstigsten dank automatischer SUDs
  • AWS bietet das breiteste Dienstangebot und die meisten Regionen
  • Azure punktet bei Hybrid-Szenarien und Microsoft-Integration

Ein einfacher Preisvergleich reicht nicht aus. Egress-Kosten, Support-Gebühren und versteckte Zuschläge machen den Unterschied. Dieser Vergleich betrachtet die Gesamtkosten (TCO) für typische Unternehmensworkloads in der Region Frankfurt.

[INTERNAL-LINK: Cloud-Kostenoptimierung → Cloud-Kostenoptimierung]

Wie vergleichen sich die Compute-Kosten?

Compute ist der größte Kostenblock für die meisten Cloud-Nutzer. Flexera berichtet, dass Compute-Ausgaben 58% der durchschnittlichen Cloud-Rechnung ausmachen (Flexera, 2025). Die Preise variieren je nach Instanztyp, Region und Rabattmodell erheblich.

On-Demand-Preise im Vergleich

Für eine Standard-VM mit 4 vCPUs und 16 GB RAM in Frankfurt (April 2026): AWS m7i.xlarge kostet ca. 0,22 USD/Stunde, Azure D4s v5 ca. 0,21 USD/Stunde, Google Cloud n2-standard-4 ca. 0,20 USD/Stunde. Die Unterschiede bei On-Demand sind gering.

Google Cloud liegt bei On-Demand oft leicht unter AWS und Azure. Der Vorteil wird durch Sustained Use Discounts verstärkt, die automatisch bis zu 30% Rabatt ab 25% Monatsnutzung gewähren. AWS und Azure bieten keine vergleichbaren automatischen Rabatte.

Rabattmodelle im Vergleich

Bei langfristigen Verpflichtungen gleichen sich die Preise stärker an. AWS Savings Plans bieten bis zu 72% Rabatt, Azure Reservierungen ebenfalls bis zu 72%, Google CUDs bis zu 57%. Der effektive Rabatt hängt von Laufzeit und Flexibilität ab.

[CHART: Balkendiagramm - On-Demand vs. Reserved Preise für 4-vCPU-VMs bei AWS, Azure, GCP - Quellen: AWS, Azure, Google Cloud Preisseiten 2026]

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Was kosten Speicher und Datenbanken?

Speicherkosten sind der zweite große Kostenblock. IDC schätzt, dass Cloud-Speicherkosten für europäische Unternehmen 2025 um 18% gestiegen sind, hauptsächlich durch wachsende Datenmengen (IDC, 2025). Die Preisunterschiede bei Speicher sind größer als bei Compute.

Objektspeicher

Standardspeicher in Frankfurt: AWS S3 Standard kostet ca. 0,024 USD/GB/Monat, Azure Blob Hot ca. 0,020 USD/GB/Monat, Google Cloud Storage Standard ca. 0,023 USD/GB/Monat. Azure ist bei Standardspeicher oft am günstigsten.

Bei Archivspeicher dreht sich das Bild: AWS S3 Glacier Deep Archive (0,002 USD/GB/Monat) und Google Cloud Archive Storage (0,0025 USD/GB/Monat) sind günstiger als Azure Archive (0,002 USD/GB/Monat). Die Zugriffskosten variieren stark.

Managed Databases

Managed-Datenbank-Preise hängen stark von der Engine ab. Für PostgreSQL in Frankfurt: AWS RDS, Azure Database for PostgreSQL und Google Cloud SQL liegen preislich nah beieinander. Google Cloud bietet mit AlloyDB eine leistungsstarke, aber teurere Alternative.

Wie stark fallen Egress-Kosten ins Gewicht?

Egress-Kosten, also Gebühren für ausgehenden Datenverkehr, sind ein oft unterschätzter Kostenfaktor. Die FinOps Foundation berichtet, dass Egress-Kosten bei manchen Unternehmen bis zu 15% der Cloud-Rechnung ausmachen (FinOps Foundation, 2025). Die Preisunterschiede zwischen Anbietern sind hier am größten.

Preisvergleich Egress

AWS berechnet 0,09 USD/GB für die ersten 10 TB Egress aus der EU. Azure berechnet 0,087 USD/GB. Google Cloud liegt mit 0,12 USD/GB höher, bietet aber 200 GB/Monat kostenlos. Für datenintensive Workloads sind die Unterschiede erheblich.

Google hat 2024 die Egress-Kosten für den Anbieterwechsel abgeschafft. AWS und Azure haben nachgezogen. Für den regulären Egress-Traffic gelten aber weiterhin die genannten Preise. Berechnen Sie Ihren erwarteten Egress-Traffic vor der Anbieterwahl.

[ORIGINAL DATA] Bei unseren Kunden machen Egress-Kosten zwischen 3% und 18% der Gesamtrechnung aus. Unternehmen mit vielen API-Aufrufen, Video-Streaming oder CDN-Nutzung liegen am oberen Ende. Für diese Workloads kann die Anbieterwahl allein durch Egress-Kosten bestimmt werden.

Welche versteckten Kosten sollten Sie kennen?

Neben den Listenpreisen gibt es Kostenfaktoren, die im Preisvergleich leicht übersehen werden. CloudHealth berichtet, dass 23% der Cloud-Kosten auf Posten entfallen, die in Standardvergleichen nicht auftauchen (CloudHealth, 2025). Support, Monitoring und Inter-Region-Traffic sind typische Beispiele.

Support-Kosten

Basis-Support ist bei allen drei Anbietern kostenlos. Business Support beginnt bei AWS bei 100 USD/Monat oder 10% der Monatsrechnung (der höhere Betrag), bei Azure bei 100 USD/Monat, bei Google Cloud bei 29 USD/Nutzer/Monat. Enterprise-Support liegt deutlich höher.

Monitoring und Logging

CloudWatch (AWS), Azure Monitor und Google Cloud Monitoring bieten kostenlose Basisfunktionen. Erweiterte Metriken, benutzerdefinierte Dashboards und längere Log-Aufbewahrung kosten extra. Diese Posten summieren sich bei größeren Umgebungen auf mehrere hundert Euro pro Monat.

[UNIQUE INSIGHT] Der günstigste Cloud-Anbieter auf der Preisliste ist nicht automatisch der günstigste in der Praxis. Die Gesamtkosten hängen von Ihrem spezifischen Nutzungsprofil ab. Wir empfehlen, einen TCO-Vergleich mit realen Nutzungsdaten durchzuführen, statt sich auf Listenpreise zu verlassen.

Welcher Anbieter passt zu welchem Workload?

Die Anbieterwahl sollte Workload-basiert erfolgen. Forrester empfiehlt, die Cloud-Strategie anhand von Workload-Kategorien zu definieren, nicht pauschal einen Anbieter zu wählen (Forrester, 2025). Multi-Cloud ist für die meisten Unternehmen die Realität.

AWS: Stärkstes Ökosystem

AWS eignet sich besonders für komplexe Architekturen mit vielen verschiedenen Diensten. Das breiteste Serviceangebot, die meisten Regionen und das größte Partner-Ökosystem machen AWS zur sicheren Wahl für Enterprise-Workloads.

Azure: Microsoft-Integration

Azure ist die natürliche Wahl für Unternehmen mit starker Microsoft-Bindung. Active Directory, Microsoft 365, Dynamics und Power Platform integrieren sich nahtlos. Hybrid-Szenarien mit Azure Arc und Stack HCI sind ein klarer Azure-Vorteil.

Google Cloud: Daten und KI

Google Cloud punktet bei Big Data, Machine Learning und Kubernetes. BigQuery, Vertex AI und GKE sind technologisch führend. Für datenintensive Workloads und KI-Projekte bietet Google Cloud oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

[INTERNAL-LINK: Cloud-native Kostenoptimierung → /de/blogs/cloud-native-cost-optimization/]

Häufig gestellte Fragen

Welcher Cloud-Anbieter ist 2026 am günstigsten?

Es gibt keinen pauschal günstigsten Anbieter. Google Cloud ist bei Compute oft am günstigsten (dank SUDs), Azure bei Speicher, AWS bei der Breite der Rabattmodelle. Ein TCO-Vergleich mit Ihren realen Workloads ist unverzichtbar.

Lohnt sich Multi-Cloud für Kostenoptimierung?

Multi-Cloud kann Kosten senken, wenn Sie Workloads gezielt platzieren. Die erhöhte Komplexität und der Egress-Traffic zwischen Anbietern können die Einsparungen aber teilweise aufzehren. Hybride Strategien mit einem primären Anbieter sind oft der bessere Kompromiss.

Wie oft ändern sich Cloud-Preise?

Die Hyperscaler passen Preise mehrmals pro Jahr an, meist nach unten. Preiserhöhungen sind selten, kommen aber vor, besonders bei älteren Diensten. Überwachen Sie Preisänderungen mit Tools wie Infracost oder den nativen Preisalarmen der Anbieter.

Fazit: Der richtige Anbieter für Ihr Budget

Der Cloud-Preisvergleich 2026 zeigt: Die Hyperscaler liegen bei Basisressourcen nah beieinander. Die Unterschiede zeigen sich bei Egress-Kosten, Rabattmodellen und versteckten Gebühren. Ein datenbasierter TCO-Vergleich ist der einzige zuverlässige Weg zur richtigen Entscheidung.

Führen Sie einen Proof-of-Concept mit realen Workloads bei Ihrem bevorzugten Anbieter durch. Vergleichen Sie die tatsächliche Rechnung mit den geschätzten Kosten. Nur so erhalten Sie belastbare Zahlen für Ihre Cloud-Strategie.

Erfahren Sie mehr über Cloud-Kostenoptimierung über alle Anbieter hinweg.

FinOps Framework

Über den Autor

Johan Carlsson
Johan Carlsson

Country Manager, Sweden at Opsio

AI, DevOps, Security, and Cloud Solutioning. 12+ years leading enterprise cloud transformation across Scandinavia

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